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Manipulation durch Priming ist Unfug

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Priming ist Unfug. Warum das so ist:

Im Spiegel online ist am 03.12.2011 ein Artikel erschienen mit dem Titel: Wie beeinflusse ich, was andere von mir denken?

In dem Artikel geht es um die beiden Bestseller-Autoren Volker Tiez und Manuel Tusch, die ihre besten Tricks verraten.

Und der Autor erzählt unter anderem über eine Methode, die sich Priming nennt.

Ich zitiere mal kurz aus dem Artikel:

Mit der psychologischen Technik Priming steuern Sie gezielt, was andere von Ihnen denken.

Priming aktiviert im Kopf des Gegenübers ein bestimmtes Schema.

Es ist an einem Beispiel erklärt worden hier. Ich zitiere das auch mal kurz:

Soll Ihre Chefin Sie bei einem wichtigen Gespräch möglichst positiv beurteilen, dann betreiben Sie am Anfang mit ihr etwas Smalltalk.

Schwärmen Sie, wie zufällig, von einer ganz anderen Person und primen Sie Ihre Chefin auf diese Weise mit möglichst vielen positiven Begriffen.

Wie: kompetent, fleißig, freundlich, erfolgreich.

Sie wird diese Eigenschaften dann automatisch auf Sie projizieren.

Ähnlich knacken Sie einen hartnäckigen Geschäftspartner vor einer schwierigen Verhandlung.

Sie verhalten sich kooperativ, wenn Sie vorher mit den Worten rücksichtsvoll und fair geprimt werden.

Warum das blanker Unfug ist, erkläre ich dir jetzt:

Es geht dabei um Folgendes:

Nehmen wir an, du liest diesen Artikel, gehst in deine nächste Gehaltsverhandlung oder in die nächste Verhandlung mit deinem Geschäftspartner und versuchst den zu primen.

Du redest also über eine andere Person, wie toll sie ist, wie gerecht sie ist, wie viel sie gibt, u.s.w. um den anderen zu primen.

Nochmal:

Du sagst diese Begriffe, du redest von dieser anderen Person, um zu erreichen, dass der andere das auf dich projiziert.

Du willst vom anderen HABEN, dass er von dir etwas denkt. Und genau da liegt der Haken. Genau deswegen funktioniert das nicht.

Mag sein, dass diese beiden Bestseller-Autoren das machen können.

Mag sein, dass diese Technik funktioniert. Sie funktioniert nur nicht, wenn du HABEN willst, dass der andere etwas denkt.

In dem Augenblick, wo du etwas tust, um im Gehirn des anderen etwas zu erreichen, funktioniert es nicht.

Weil du ihm die Lebensenergie abziehst, die er braucht, um das zu denken.

Du musst Energie hinein geben oder ihm keine Energie abziehen.

Wenn du also, ohne diesen Artikel zu kennen, bei einem Gehaltsgespräch schwärmst, von dem Kollegen, wie toll der ist, u.s.w..

Also, wie gesagt, du willst nicht erreichen, dass der Chef etwas denkt, sondern du schwärmst einfach nur von dem anderen, wie toll der ist. Wie gut der arbeitet …

dann funktioniert dieses primen.

Die Falle ist, wenn du HABEN willst, dass der andere das denkt.

Wenn du diesen Artikel von Spiegel absichtlich liest und absichtlich befolgst.

Wenn du absichtlich HABEN willst, dass dein Gegenüber etwas denkt, dann denkt er das nicht.

Weil du es HABEN willst.

Weil du die Energie abziehst.

Du erzeugst ein Negativ in dir – du willst etwas HABEN. Und nur dieses HABEN wollen bewirkt, dass der andere das nicht tun kann.

Der andere kann nicht positiv über dich denken, wenn du HABEN willst, dass er positiv über dich denkt.

Der andere kann nicht diese Begriffe mit dir verbinden, wenn du HABEN willst, dass er sie mit dir verbindet.

Wenn du das also erreichen willst, musst du – darfst du eigentlich meinen Beitrag nicht gelesen haben, nur dann funktioniert es.

Jetzt ist es eigentlich schon zu spät.

Also, wenn du wissen willst, warum es nicht funktioniert, dann bist du jetzt hier richtig.

Und wenn du das gelesen hast, und ausnutzen willst, funktioniert es nicht mehr, und du weist warum es nicht funktioniert.

Wenn es bei anderen funktioniert, weißt du, dass sie diesen Beitrag nicht gelesen haben oder diesen Spiegel-Online-Artikel nicht gelesen haben.

Nochmal zurück:

Schwärme ruhig von jemanden anderes, aber du darfst nicht HABEN wollen, dass der Chef positiv über dich denkt.

Wenn du neutral bist, wenn es dir egal ist, was der Chef über dich denkt, dann funktioniert das.

Wenn du Energie hinein gibst, wenn du es kannst, Energie hineinzugeben, ausstrahlen.

Wenn du sowieso ein/e Gewinner/in bist, dann brauchst du eigentlich diesen Beitrag nicht lesen.

Wenn du sowieso ein/e Gewinner/in bist, also Energie hinein gibst in etwas, dass dann sagst und das wirklich passiert.

Wenn deine Tochter absolut gehorsam ist, dann funktioniert das Priming auch bei dir.

Wenn dein Sohn immer tut, was du willst. Er ist fleißig in der Schule, weil du es willst. Er macht seine Hausaufgaben, weil du es willst.

Er verlässt die Freunde die er mag, weil du es willst. Dann funktioniert auch Priming bei dir.

Aber du kannst so auch gut feststellen, wie deine Energie fließt.

Wenn dein Sohn nicht tut, was du willst. Wenn deine Tochter immer das Gegenteil macht, von dem was du willst.

Wenn dein Chef dir nie wohlgesonnen ist, obwohl du gute Arbeit machst – du weißt es, deine Kollegen wissen es, nur dein Chef weiß es nicht, weil du HABEN willst, dass er es sieht.

Also, du eher auf der Looser-Strecke bist, dann bist du ein Mensch, der die Fähigkeit hat, anderen die Energie abzuziehen, aus dem was du willst.

Du richtest deinen Fokus auf etwas, was dann nicht geschieht, weil du die Energie abgesaugt aus den Gehirnzellen des anderen.

Du kannst das umdrehen.

Du kannst das speziell nutzen, indem du HABEN willst, dass er von dir schlecht denkt.

Du kannst es nutzen, indem du HABEN willst, dass deine Tochter sich mit den wilden Kerlen rumtreibt, auf der Straße, bis in die Nacht hinein, und zu denen nach Hause geht.

Du kannst es nutzen, indem du HABEN willst, dass dein Sohn keine Hausaufgaben macht. Indem du HABEN willst, dass er nicht lernt für die Schule. Dass er das ABI nicht schafft.

Dafür kannst du das nutzen.

Aber Priming, nach der Methode, funktioniert gar nicht. Weil du es HABEN willst.

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