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So schreibst du den ultimativ besten Hasskommentar


Heute wird viel über Hasskommentare geredet.

Man versucht das zu unterdrücken. Staatlich einzugreifen.

Man verpflichtet Facebook und Google Hasskommentare zu löschen.

Hasskommentare gab es immer schon.

Ich bin seit Anfang dabei.

Als ich das Internet kennengelernt habe, hat man noch einen Telefonhörer auf eine Box gelegt und dann gab es so eine Pfeiferei.

Ich hab es also von Anfang an erlebt.

Diese Hasskommentare die es „jetzt“ gibt, die gab es immer schon. Seit Anfang an.

Und sie waren auch nie netter, lieber, schlimmer oder haben weniger Leute zerstört.

Mich hat es damals ganz genauso getroffen, wie ich andere getroffen habe.

Warum ich diesen Beitrag schreibe, hat folgenden Grund:

Ich habe selber Hasskommentare geschrieben. Einige dieser Hasskommentare haben Menschen getroffen, andere nicht.

Ich habe oft dieselben Worte verwendet, um jemanden runter zu machen.

Den einen hat es getroffen. Den anderen überhaupt nicht.

Obwohl ich dieselben Worte verwendet habe.

Ich habe selber Hasskommentare ohne Ende abgekriegt. Und kriege sie noch.

Und obwohl dieselben Worte verwendet werden, stört mich ein Hasskommentar vom einen und vom anderen nicht.

Da habe ich angefangen zu überlegen.

Wie kann es sein, dass zwei Menschen dieselben Worte verwendet, in derselben Kombination im Satzbau und trotzdem trifft mich das eine und das andere überhaupt nicht?

Liegt es daran, dass das eine ein junges Mädchen, das andere ein alter Mann ist?

Das eine ein Wissenschaftler, das andere ein Lehrer ist?

Das eine, jemand wie ich ein YouTuber ist, und der andere eine alte Frau, die im Altenheim sitzt und durch Zufall auf ein Video gestoßen ist.?

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Nein! Es hat eine ganz andere Gemeinsamkeit.

Die Gemeinsamkeit folgende:

Wenn ich ein Arschloch bin, und der andere ein Arschloch ist, und ich schreibe: „Du Arschloch!“

Dann trifft es ihn.

Das ist wie die Gitarre, die man in die eine Ecke und eine zweite Gitarre in die andere Ecke des Raumes stellt.

Ich das Arschloch, bin die eine Gitarre.

Das Wort „Arschloch“, dass ich in den Kommentar rein schreibe, ist die Schwingung zwischen den beiden.

Und der andere, der auch ein Arschloch ist, in diesem Fall die Gitarre, fängt an zu schwingen und den berührt das.

Wenn ich kein Arschloch bin, der andere aber eins ist, und ich schreibe „Arschloch“, dann klingt das nicht an bei dem.

Wenn ich schreibe: „Du hast ja keine Ahnung von dem was du redest.“

Ich habe aber Ahnung von dem was ich erzähle. Der andere aber nicht.

Dann klingt das auch nicht an.

Wenn ich schreibe: „Oh, du hast aber viel Ahnung, von dem was du schreibst.“

Und ich der Meinung bin, ich habe viel Ahnung von dem was ich schreibe, von dem was ich sage.

Und der andere auch der Meinung ist, er hat viel Ahnung von dem was er schreibt und sagt, dann kommt dieses Lob ganz besonders gut bei ihm an.

Was ich damit sagen will ist Folgendes:

Hasskommentare, genauso wie nette Kommentare, kommen nur dann richtig gut an, wenn du und der andere gleich sind, und du genau das hinschreibst, was du bist.

Du kannst damit auch erkennen, wie der andere ist.

Trifft dich der Kommentar, sollte dir auf jeden Fall klar sein, der andere ist so.

Schreibt dir jemand: „Dein Block ist voll Scheiße. Du hast ein mieses Design!“

Dann kuck dir einfach mal seinen Block an.

Du wirst mit 100 %iger Sicherheit feststellen, er hat einen scheiß Block mit einem miesen Design.

Wenn jemand schreibt, du gibst dir überhaupt keine Mühe mit deinem YouTube-Channel.

Kuck dir seinen YouTube-Channel an. Du wirst feststellen, er gibt sich keine Mühe, mit dem was er tut.

Wenn es dich trifft, dann ist es möglicherweise auch so, dass du dir keine Mühe gibst mit deinem z.B. YouTube-Channel.

Gibst du dir aber große Mühe, trifft dich dieser Kommentar überhaupt nicht.

Überlege also bei deinem nächsten Kommentar, den du irgendwo schreibst, wenn alle zu dir sagen: „Du bist eine fiese Sau.“

Und du siehst bei dem anderen da drüben, dem YouTube-Channelmacher, dass er ein fieses Arschloch ist, dann schreib ihm: „Du bist ein fieses Arschloch.“

Damit triffst du ihn. Vorausgesetzt natürlich, du willst ihn hart treffen.

Nur die Kommentare wirken bei dem anderen richtig, wenn er und du gleich sind.

Wenn er kein Arschloch ist, sondern sich für einen netten tollen Kerl hält und du dich selber für einen absolut tollen Liebhaber, schreibst aber: „Drecksau“ hin.

Und keiner von euch beiden ist eine Drecksau. Dann berührt den das überhaupt nicht.

Er fängt möglicherweise einfach nur an zu lachen.

Kuck dir deine eigenen Kommentare an. Wenn du jemanden runter machst oder kuck dir deine eigenen Lobkommentare an, wenn du jemanden hervor hebst oder ganz besonders lobst, für das was er tut.

Wenn er und du gleich sind, und du dass aufschreibst, dann kommt das gut an.

So, und jetzt liebe Hater, zeigt mir wie ihr seid.

Und ihr, die ihr den Kanal mögt, zeigt mir wie ihr seid, und dann kucken wir mal, was daraus wird.

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